FAQ
Häufige Fragen zu Antiquitäten
Diese Seite enthält nur Fragen, die in den deutschsprachigen Ratgebern noch keinen eigenen Platz haben.
Ab wann gilt ein Gegenstand als Antiquität?
Eine weltweit einheitliche Altersgrenze gibt es nicht. Hundert Jahre sind eine verbreitete zoll- und handelsrechtliche Schwelle; im Sammlermarkt können jüngere Stücke wegen Entwurf, Hersteller oder kultureller Bedeutung bereits sammelwürdig sein.
Sollte man eine Antiquität vor dem Verkauf reinigen?
Nur sehr vorsichtig. Aggressives Polieren entfernt Silber, Beize und Gravur; Möbel verlieren durch Abschleifen ihre originale Oberfläche; Flüssigkeit kann in Keramikrisse eindringen. Wertvolle Stücke sollten vor einer Reinigung begutachtet werden.
Ist eine Schätzung nach Fotos ein Verkaufspreis?
Nein. Sie ist eine Orientierung aus sichtbarem Zustand und Vergleichsverkäufen. Verdeckte Restaurierung, Provenienz, regionaler Markt, Gebühren und die Zahl der Bieter verändern den tatsächlichen Erlös.
Wo verkauft man eine Antiquität am sinnvollsten?
Alltägliche Stücke passen oft zu lokalen oder spezialisierten Online-Märkten. Für seltene, signierte oder hochwertige Objekte ist ein Auktionshaus mit nachweisbaren Ergebnissen in genau dieser Kategorie meist geeigneter. Provisionen vorher schriftlich klären.
Reicht eine App-Schätzung für die Versicherung?
Nein. Versicherer verlangen üblicherweise einen nachvollziehbaren Wiederbeschaffungswert von einer qualifizierten Person, die das Objekt untersucht und das Gutachten verantwortet. Eine Foto-Schätzung dient nur zur Vorauswahl.
Kann beschädigtes Porzellan noch wertvoll sein?
Ja, wenn es selten ist. Bei häufigen Stücken kann ein Sprung fast den ganzen Marktwert vernichten; bei seltenen Modellen bleibt auch ein restauriertes Exemplar sammelwürdig. Lage, Umfang und Qualität der Reparatur müssen offen beschrieben werden.
Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026